Geschichte

Wir schreiben das Jahr 1975. Ein aufstrebender Schülersprecher und einige Klassenkameraden finden sich zusammen, und rufen eine Sache zurück ins Leben, die dem Fridericianum Jahre zuvor genommen wurde. Das humblatt ist gegründet.

Freilich ist es nicht die erste Schülerzeitung, diese war unter dem Titel Unser Kreis schon eine gute Dekade früher erschienen, fiel aber schon nach einigen Jahren der Redaktionstätigkeit der Zensur des Direktorates zum Opfer und wurde schließlich wegen angeblicher kommunistischer Tendenzen von diesem aufgelöst. Der Kreis, 1952 unter der Federführung des Deutschlehrers Dr. Heinz Martius gegründet. Schon damals fürchtete der Rektor Verunglimpfungen und Widrigkeiten gegen die Obrigkeit. An Qualität nahm die neue Zeitung schnell zu und entwickelte sich von einem reinen Mitteilungsblatt der AKs zu einer echten Schülerzeitung weiter. Die erste Ausgabe erschien am 15. Dezember 1952, damit ist der Kreis die erste Schülerzeitung Erlangens. Zwei Jahre lang währte die erste Phase dieser Zeitung, doch nachdem die erste Redaktion die Schule verließ, ging es bergab. Befürchtungen wurden wahr, und im Zuge der 68er-Bewegung wurde auch das humblatt politisch. Die links geprägte Redaktion geriet mit der konservativen Lehrerschaft aneinander, gleichzeitig wurde auch von rechts gesinnten Schülergruppen attackiert.

Diese doppelte Umarmung überlebte der Kreis nicht mehr.

– Dr. Martius

Denn 1970 verbot der damalige Direktor, Leo Schuschko, alle Arbeitskreise. Begründet wurde das mit der von den AKs betriebenen „kommunistischen Indoktrination“. Der Kreis war Geschichte, die Schülerzeitung tot.

Zurück im Jahr 1975: Der Konflikt war abgeflaut, und so durfte das Fritzi nach fünf Jahren wieder eine Schülerzeitung haben. Der Zirkel um den Schülersprecher und späteren Staatsminister des Inneren, Joachim Herrmann, konnte nun in Aktion treten. Aus der Asche des Kreises wurde unser humblatt geboren. Man hatte aus der Vergangenheit gelernt, denn das humblatt fokussierte sich nun auf das Schulleben, auch die berühmten Lehrerzitate wurden zu dieser Zeit eingeführt. Erst Ende der Achtziger-Jahre wagten sich die Redakteure zurück an die Politik, doch durch ihr hohes Engagement konnte bald ein größerer Feuilleton etabliert werden. Themen wie die deutsche Einheit oder der Umgang mit der NS-Zeit rückten in den Fokus der Redaktion. In den neunziger Jahren fährt unser Blatt auch erste Preise ein. 2006 gelang es uns sogar, bundesweit den 3. Platz im Schülerzeitungswettbewerb der Länder einzufahren, wofür uns auch vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau ein Preis überreicht wurde.

Nach weiteren Spitzenausgaben von 2010 bis 2014 hatten wir als Schülerzeitung einen enormen Einbruch. In den Jahren 2015 und 2016 erschien das humblatt gar nicht. Seit 2017 konnten wir allerdings wieder auf die gewohnten Veröffentlichungen zur Weihnachtsfeier und zum Sommerfest umsteigen und diese auch gut einhalten. Selbst durch die Tatsache, dass fast alle Redakteure aus der Unterstufe kommen, haben wir uns in den letzten Jahren sowohl im Bezug auf Qualität der Artikel, als auch bei der Ästhetik des Layouts stark verbessern können.

PREISE UND AUSZEICHNUNGEN

Das humblatt hat in seiner langen Karriere schon viele Preise gewonnen; hier ist eine Auswahl abgebildet:

  • 3. Platz im Schülerzeitungswettbewerb des Bundespräsidenten (2/2003)
  • 1. Platz im Bayerischen Schülerzeitungswettbewerb (2004; 2/2003; 1/2001 und 2/2001; 2/2000)
  • 2. Platz im Bayerischen Schülerzeitungswettbewerb (2002)
  • 1. Platz im Mittelfränkischen Schülerzeitungswettbewerb mit allen Ausgaben 2000-2007
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