humBLOG

Der #humBLOG. Hier findet ihr Meinungen unserer Redakteure zu allen möglichen Dingen; Politik, Gesellschaft oder auch mal leichtere Kost.

Ich möchte unbedingt anmerken, dass jede Meinung, die hier zum Ausdruck gebracht wird, keineswegs die gesamte Redaktion oder das humblatt an sich zu repräsentieren, sondern dass nur der Autor für seine Schriften verantwortlich ist.

Dies sind keine objektiven Artikel, sondern nur subjektive Meinungen!

Viel Spaß beim Lesen!

 

#humBLOG – Demokratie leben

(von Fynn Geifes)

In den letzten Tagen vor der Land- und Bezirkstagswahl hier in Bayern haben sich alle Parteien wieder besonders viele Mühen beim Wählerfang gemacht. Das älteste und mit Abstand beliebteste Mittel hierzu sind Wahlplakate. Alle Parteien machen auf ihren mehr oder weniger bunten Zetteln Werbung für ihre Sache, doch leider bin ich, und wahrscheinlich auch viele von euch,  in letzter Zeit häufig über einen traurigen Anblick gestolpert. Zerrissene Wahlplakate. Und tatsächlich nicht nur welche der AfD, die in der doch relativ offenen Stadt Erlangen wenige Freunde hat, sondern auch von anderen Parteien.

„Warum sollen zerrissene Plakate der AfD ein trauriger Anblick sein?“, werden manche nun fragen. Ich bin kein Fan der AfD, doch sie repräsentiert immerhin fast 11% der bayrischen Wähler (Stand 21:14 am 14.10.) und ist damit unweigerlich Teil der deutschen Demokratie. Ich finde es bedauernswert, wenn es den Menschen nicht gelingt, in einen Dialog, den ich als Grundlage jedweder Art von Demokratie sehe, zu treten, und die verirrten Wähler so ins eigene Lager zurückzuziehen, sondern dass einige Leute immer noch dazu greifen, den Wahlkampf anderer zu sabotieren, und sie so an ihrem Grundrecht zur freien Meinungsäußerung zu hindern, halte ich für verabscheuungswürdig.

Wir müssen uns immer darauf besinnen, dass Demokratie nie durch Gewalt und die Unterdrückung anderer Meinungen funktionieren wird, sondern stets auf einem friedlichen, toleranten Meinungsaustausch und dem Respekt vor Anderen und ihren Ansichten basiert.

#humBLOG – Unsere Aula 

(von Dominik Hokamp)

Unsere Aula, ja schon fast ein „Forum Romanum“. Forum erschließt sich, wir sind alte Lateiner. Forum die erste und letzte Lateinvokabel, die sich jeder merken kann. Ihr sagt jetzt, dass stimmt so nicht: Diese potthässliche Aula ein Forum, ja ein „Forum Romanum“?

Doch, wenn man so entspannt auf einem der Stühle sitzt, dem lebhaften Treiben zuschaut, sich an der grünen, naturbelassenen Umgebung freut, dazu original italienische Spagetti napoli auf dem Teller. Um einen herum Gelassenheit, entspannte Mienen, antike Säulen. Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Der italienische Kellner, der einer hübschen Frau hinterher pfeift…

Cut…

Es war dann doch Herr Di Maria, der Schüler von der Heizung verscheucht. Die Lockerheit verpufft, es tritt Anspannung zu Tage. Griechisch-, Latein-, und Englischbücher werden gezückt und die Begrünung verwandelt sich wieder in staubtrockene Blumentöpfe mit halb verdorrten Blättern. Einzig die möchtegern-Palmen erinnern an südländisches Feeling. Die Spagetti napoli werden zu einer Nudelbox aus der Mensa mit dem unverwechselbaren Geschmack… ja nur, mit welchem? Vor lauter Veränderung kippt man dann vom Stuhl, stimmt, es fehlte auch ein Bein. Jegliche Verschönerungsarbeiten scheitern in unserer Aula. Plakate wurden auf- und dann wieder abgehängt, Pflanzen herbeigekarrt, Herr Di Maria hängte sogar einmal einen Kleeblattschal auf, alles ohne Erfolg. Am schönsten war sie, als die Aula in ein Hotel umgewandelt wurde, mit den Sofas war es wenigstens gemütlich. Vermisst habe ich nur das Essen und die italienischen Kellner.

Aber gut aussehen muss unsere Allzweckhalle ja auch nicht. Es ist nicht ihr Aufgabengebiet, Schüler zu beherbergen oder sie wohlfühlen zu lassen. Wenn dort Abschlussball, Sommer-, Frühling-, Herbstkonzert, Abistreich, Gottesdienst, Vorlesungen, Gedenkfeiern, Einweihungen, Eröffnungen, Modeschauen und Verabschiedungen stattfinden, achtet auch niemand auf den Raum. Reines pragmatisches Denken, denn wer außer Schüler will schon gern in die Schule gehen. Bei solchen repräsentativen Räumen sicherlich nicht mehr. Nachdem das mit dem Verzieren von den Klotüren nicht geklappt hat, könnte man jetzt die Aula umstreichen. Wie wär’s mit knallgrün mit gelben Streifen, oder mit römischen Säulen, dann wär es jedenfalls unser „Forum Romanum“.

#humBLOG – EM

(von Dominik Hokamp)

Ja, Deutschland hat es wieder einmal geschafft. Wir sind Europameister, naja noch nicht ganz. Aber wenn wir es nicht sportlich werden, sind wir eben „Europameister der Herzen“. Bringt zwar nichts, aber sieht immer gut aus. Deutschland im EM-Fieber: Flaggen an Stangen, Wänden, Fenstern, Balkonen, Gesichtern. Wir  sind Deutschland. Elf Monate im Jahr können wir auf Deutschland nicht stolz sein, aber bei der EM werden wir zur kollektiven Masse, in Schlaand-Europhorie.Bankenkrise, Schlecker-Pleite sind vergessen, König Fußball regiert.

Ja, die EM fasziniert! Da lassen wir gerne von dem ständig die Augen zusammen kneifenden Olli Kahn und der immer in Lederjacken gekleideten Frau Müller-Hohenstein das Spiel analysieren. Der Rentnerstrand um die Seebühne herum lässt uns wahrhaft an der Vorfreude und Stimmung in Deutschland teilhaben. Irgendwelche deutsch-Griechen werden befragt und teilen einem mit, dass Deutschland ja in der Pause gewonnen hat. Man blicke auf die Straße! Gestern noch kranke Menschen vollbringen Höchstleistungen, um die Satellitenschüssel zu richten. Menschen, die sonst Fußball überhaupt nicht interessiert, debattieren leidenschaftlich über die Aufstellung. Nachbarn überwinden ihre Probleme und schauen gemeinsam Fußball. Ja, Fußball verbindet Menschen. Aber dazu haben wir eigentlich Facebook und Co., doch es passiert tatsächlich, dass sich Menschen nun treffen! Alle laufen in Schwarz-Rot-Gold herum, die Modehits des Sommers. Ja, Fußball ist in. Für drei Wochen herrscht Fußball-Fieber.

Und wir können stolz auf diese Mannschaft sein, diese hochbezahlten Profis, die sogar ein bisschen Urlaub opfern, damit sie die EM spielen können. Bei 300 000 Euro Prämie kein Wunder, aber natürlich gibt’s die nur beim Titel. Wir bewundern Özils Traumvorlagen, Kloses Tore und Jogis Torjubel. Wir feiern den Trainer, die Mannschaft, das Land, ja, eigentlich alles. Wir danken der Ukraine und Polen für dieses Fest, auf das die Ukraine weiter so in ihrer Politik macht und die Polen weiter mehr Geschenke als Lohn bekommen.  Und wenn wir nicht Europameister werden, die Welt geht erst im Dezember unter.

  1. Pacival Müller

    Sei wann gibt es diese SEITE?

    • Pacival Müller

      Wie viele Artikel muss man schreiben für ein Humblatt schreiben????

    • Die Seite gibt’s seit 2013, aber sie war von 2014-2018 inaktiv. In ein humblatt kommen immer so in etwa 20 Artikel, dazu noch einige andere Sachen, wie Rätsel, Werbung und die wichtigen Seiten wie das Inhaltsverzeichnis und das Impressum.

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