humBLOG

Der #humBLOG. Hier findet ihr Meinungen unserer Redakteure zu allen möglichen Dingen; Politik, Gesellschaft oder auch mal leichtere Kost.

Ich möchte unbedingt anmerken, dass jede Meinung, die hier zum Ausdruck gebracht wird, keineswegs die gesamte Redaktion oder das humblatt an sich zu repräsentieren, sondern dass nur der Autor für seine Schriften verantwortlich ist.

Dies sind keine objektiven Artikel, sondern nur subjektive Meinungen!

Viel Spaß beim Lesen!

#humBLOG – In der Krise zeigt sich (In-)Kompetenz

(von Robert Hofmann)

An einer solchen Krise wie dieser rund um das Corona-Virus zurzeit und dem Management selbiger werden Regierungen und ihre höchsten Vertreter gemessen: Zustimmungsraten und Umfragewerte schießen in die Höhe – oder sinken rasant.

Es wäre falsch, Krisenmanagement nur an den absoluten Infektions- und Todeszahlen festzumachen, aber gewisse Fakten lassen sich nicht abstreiten. So zum Beispiel, dass US-Präsident Donald Trump, das Virus bei seinem Aufkommen in China massiv unterschätzte, so sagte er Ende Januar, man habe alles unter Kontrolle und alles werde gut. Währenddessen  ist Trump auf Massenveranstaltungen und erlässt kaum Vorbereitungen für sein Land. Sollen sich doch die Gouverneure mit dem Virus rumschlagen und gucken, wo sie Schutzkleidung, Beatmungsgeräte und Testkapazitäten herbekommen. Die Demokraten und ihre Lügenpresse machen eh viel zu viel aus der Sache.

Nun entpuppte sich das Virus als doch realtiv hartnäckig, die Zahlen stiegen rasant an, mittlerweile sind fast 1,3 Millionen Infizierte und 77 000 Tote (Stand: 09.05. 19:00 Uhr) in den Staaten gemeldet. Doch anstatt auf die Wissenschaft zu hören und vernünftig zu handeln, forderte Trump auf Twitter die Öffnung dreier demokratisch regierter Staaten und nutzte seine täglichen Pressekonferenzen als Wahlkampfveranstaltungen.

Die Schuld an dem Ganzen trägt natürlich nicht er selbst, Ablenkung heißt seine bewährte Strategie. Schuld ist die WHO, die EU sowieso,  und das Virus stammt aus einem chinesischen Labor und wurde gezüchtet, um den USA zu schaden. Dafür habe man sogar handfeste Beweise, die man zwar nicht vorzeigen kann und die auch der Gemeindienst nicht kennt, aber hey. America first!

Durch dieses katastrophale Krisenmanagement stürzte auch die US-Wirtschaft ein, die Arbeitslosenquote liegt bei rund 15 Prozent. Man kann nur hoffen, dass das an den Menschen in den USA nicht spurlos vorbeigeht und die Erinnerung bis zum 3.November hochgehalten wird.

#humBLOG – Unsere Aula 

(von Dominik Hokamp)

Unsere Aula, ja schon fast ein „Forum Romanum“. Forum erschließt sich, wir sind alte Lateiner. Forum die erste und letzte Lateinvokabel, die sich jeder merken kann. Ihr sagt jetzt, dass stimmt so nicht: Diese potthässliche Aula ein Forum, ja ein „Forum Romanum“?

Doch, wenn man so entspannt auf einem der Stühle sitzt, dem lebhaften Treiben zuschaut, sich an der grünen, naturbelassenen Umgebung freut, dazu original italienische Spagetti napoli auf dem Teller. Um einen herum Gelassenheit, entspannte Mienen, antike Säulen. Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Der italienische Kellner, der einer hübschen Frau hinterher pfeift…

Cut…

Es war dann doch Herr Di Maria, der Schüler von der Heizung verscheucht. Die Lockerheit verpufft, es tritt Anspannung zu Tage. Griechisch-, Latein-, und Englischbücher werden gezückt und die Begrünung verwandelt sich wieder in staubtrockene Blumentöpfe mit halb verdorrten Blättern. Einzig die möchtegern-Palmen erinnern an südländisches Feeling. Die Spagetti napoli werden zu einer Nudelbox aus der Mensa mit dem unverwechselbaren Geschmack… ja nur, mit welchem? Vor lauter Veränderung kippt man dann vom Stuhl, stimmt, es fehlte auch ein Bein. Jegliche Verschönerungsarbeiten scheitern in unserer Aula. Plakate wurden auf- und dann wieder abgehängt, Pflanzen herbeigekarrt, Herr Di Maria hängte sogar einmal einen Kleeblattschal auf, alles ohne Erfolg. Am schönsten war sie, als die Aula in ein Hotel umgewandelt wurde, mit den Sofas war es wenigstens gemütlich. Vermisst habe ich nur das Essen und die italienischen Kellner.

Aber gut aussehen muss unsere Allzweckhalle ja auch nicht. Es ist nicht ihr Aufgabengebiet, Schüler zu beherbergen oder sie wohlfühlen zu lassen. Wenn dort Abschlussball, Sommer-, Frühling-, Herbstkonzert, Abistreich, Gottesdienst, Vorlesungen, Gedenkfeiern, Einweihungen, Eröffnungen, Modeschauen und Verabschiedungen stattfinden, achtet auch niemand auf den Raum. Reines pragmatisches Denken, denn wer außer Schüler will schon gern in die Schule gehen. Bei solchen repräsentativen Räumen sicherlich nicht mehr. Nachdem das mit dem Verzieren von den Klotüren nicht geklappt hat, könnte man jetzt die Aula umstreichen. Wie wär’s mit knallgrün mit gelben Streifen, oder mit römischen Säulen, dann wär es jedenfalls unser „Forum Romanum“.

#humBLOG – EM

(von Dominik Hokamp)

Ja, Deutschland hat es wieder einmal geschafft. Wir sind Europameister, naja noch nicht ganz. Aber wenn wir es nicht sportlich werden, sind wir eben „Europameister der Herzen“. Bringt zwar nichts, aber sieht immer gut aus. Deutschland im EM-Fieber: Flaggen an Stangen, Wänden, Fenstern, Balkonen, Gesichtern. Wir  sind Deutschland. Elf Monate im Jahr können wir auf Deutschland nicht stolz sein, aber bei der EM werden wir zur kollektiven Masse, in Schlaand-Europhorie.Bankenkrise, Schlecker-Pleite sind vergessen, König Fußball regiert.

Ja, die EM fasziniert! Da lassen wir gerne von dem ständig die Augen zusammen kneifenden Olli Kahn und der immer in Lederjacken gekleideten Frau Müller-Hohenstein das Spiel analysieren. Der Rentnerstrand um die Seebühne herum lässt uns wahrhaft an der Vorfreude und Stimmung in Deutschland teilhaben. Irgendwelche deutsch-Griechen werden befragt und teilen einem mit, dass Deutschland ja in der Pause gewonnen hat. Man blicke auf die Straße! Gestern noch kranke Menschen vollbringen Höchstleistungen, um die Satellitenschüssel zu richten. Menschen, die sonst Fußball überhaupt nicht interessiert, debattieren leidenschaftlich über die Aufstellung. Nachbarn überwinden ihre Probleme und schauen gemeinsam Fußball. Ja, Fußball verbindet Menschen. Aber dazu haben wir eigentlich Facebook und Co., doch es passiert tatsächlich, dass sich Menschen nun treffen! Alle laufen in Schwarz-Rot-Gold herum, die Modehits des Sommers. Ja, Fußball ist in. Für drei Wochen herrscht Fußball-Fieber.

Und wir können stolz auf diese Mannschaft sein, diese hochbezahlten Profis, die sogar ein bisschen Urlaub opfern, damit sie die EM spielen können. Bei 300 000 Euro Prämie kein Wunder, aber natürlich gibt’s die nur beim Titel. Wir bewundern Özils Traumvorlagen, Kloses Tore und Jogis Torjubel. Wir feiern den Trainer, die Mannschaft, das Land, ja, eigentlich alles. Wir danken der Ukraine und Polen für dieses Fest, auf das die Ukraine weiter so in ihrer Politik macht und die Polen weiter mehr Geschenke als Lohn bekommen.  Und wenn wir nicht Europameister werden, die Welt geht erst im Dezember unter.

  1. Pacival Müller

    Sei wann gibt es diese SEITE?

    • Pacival Müller

      Wie viele Artikel muss man schreiben für ein Humblatt schreiben????

    • Die Seite gibt’s seit 2013, aber sie war von 2014-2018 inaktiv. In ein humblatt kommen immer so in etwa 20 Artikel, dazu noch einige andere Sachen, wie Rätsel, Werbung und die wichtigen Seiten wie das Inhaltsverzeichnis und das Impressum.

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